DLMA

Die „Deutsche Literatur des Mittelalters“ (DLMA) an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften beschäftigt sich mit der überlieferungsgeschichtlichen Erschließung mittelalterlicher Literatur und beaufsichtigte bereits mehrere renommierte Forschungsvorhaben.

Im Rahmen des Projekts „Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters“ (KdiH) wird in systematischer Bestandsaufnahme die Ikonographie literarischer Stoffe aller Art dokumentiert, soweit sie in Bild-Text-Ensembles deutschsprachiger Handschriften und früher Drucke überliefert sind. Mit der Dokumentation und Beschreibung dieser Handschriften entsteht im Katalog ein Arbeitsinstrument für Mediävisten sämtlicher Fachrichtungen.

Das interakademische Projekt „Der Österreichische Bibelübersetzer“ (ÖBÜ) widmet sich der kritischen editorischen Erschließung und Kommentierung der Schriften des Anonymus. Unter den vorreformatorischen Bibelübersetzungen des 14. Jahrhunderts nehmen die Arbeiten des sogenannten Österreichischen Bibelübersetzers eine Sonderstellung ein. Mit dem „Alttestamentlichen Werk”, dem „Evangelienwerk” und dem „Psalmenkommentar” bietet das Oeuvre des Österreichischen Bibelübersetzers die Übersetzung und Kommentierung eines Großteils der Bibel – und das 200 Jahre vor Luther.

Die international hochrenommierte Schriftenreihe „Münchener Texte und Untersuchungen zur Literatur des Mittelalters“ (MTU) macht bislang nicht oder ungenügend erforschte Texte, Stoffe und Gattungen in Editionen und Darstellungen zugänglich. Seit 1960 sind in der MTU-Reihe über 140 Bände erschienen.

Abgeschlossen ist das Wörterbuch für mittelhochdeutsche Urkundensprache 1984 bis 2009 im Akademienprogramm) sowie das Verfasserlexikon (1990 bis 2005 im Akademienprogramm).